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Bombenentschärfung in Koblenz rückt näher

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Evakuierung mit Abstand

Am Sonntag wird in der Koblenzer Goldgrube eine 500 Kilo schwere Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärft. Die Evakuierung muss aufgrund der Pandemie diesmal allerdings unter besonderen Umständen stattfinden. Rund 5.000 Menschen müssen am Sonntag ihre Wohnungen verlassen. Für die Menschen stehen zwei Turnhallen bereit, in denen Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden müssen. In der Waschhalle der Feuerwehr wird darüber hinaus eine zentrale Desinfektionsstelle für die Krankentransportwagen eingerichtet, die an diesem Tag gerade für die Evakuierung im Einsatz sind. Nach einer Fahrt wird hier der Innenraum eines Fahrzeugs desinfiziert, dann kann es zur nächsten Tour aufbrechen. Auch das Brüderkrankenhaus sowie das Seniorenzentrum St. Barbara sind von der Evakuierung betroffen. Das Brüderkrankenhaus versucht vorher bereits möglichst viele Patienten zu entlassen, für alle weiteren Patienten sind Transportwege eingerichtet. Auch das Seniorenzentrum St. Barbara ist vorbereitet. Die Bewohner werden vor allem mit Taxis in andere Häuser desselben Trägers gebracht, wo sie nicht mit anderen Bewohnern in Kontakt kommen. Auch die Mosel-Bahnstrecke, Abschnitte der B9 und der Hauptfriedhof sind während der Entschärfung gesperrt.