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SPNV Nord: Eifel- und Ahrtalstrecke zukunftsfähig bauen

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Appell an den Bund

Auch nach über 8 Wochen kann noch kein Zug die durch das Hochwasser verwüsteten und zerstörten Eisenbahnstrecken im Ahrtal und entlang der Kyll fahren. Die betroffenen Mitglieder des SPNV-Nord (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord) richten einen dringenden Appell an den Bund als Eigentümer und Verantwortlichen der Schieneninfrastruktur. Katrin Eder, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Mobilitätsministerium: „ Der Wiederaufbau sollte dazu genutzt werden, notwendige Optimierungen an der Strecke vorzunehmen, um die Schieneninfrastruktur zukunftsfähig aufzustellen. Hierbei soll die Elektrifizierung der Strecken und der zweigleisige Ausbau ermöglicht werden, um künftig klimaneutrale Mobilität und eine Fahrgastverdopplung auf der Schiene erreichen zu können.“ Der amtierende Verbandsvorsteher Andreas Ludwig, Beigeordneter der Stadt Trier, setzt sich stark für eine attraktive Verbindung zwischen Trier und Köln ein: „ Der Wiederaufbau muss die Reisezeiten deutlich verbessern. Dafür ist die Beseitigung der vielen eingleisigen Streckenabschnitte und eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit erforderlich.“ Ein besserer Aufbau der Schiene ist Landrätin Julia Gieseking auch für die Wirtschaft in der Eifel wichtig: „In meinen Gesprächen mit der heimischen Wirtschaft im Landkreis Vulkaneifel hat insbesondere der Gerolsteiner Brunnen uns aufgefordert, bis spätestens 2030 durch eine Elektrifizierung der Strecke die Voraussetzungen für klimafreundliches Wirtschaften zu schaffen. Wir brauchen schnell und nicht erst in 10 Jahren diese Verbesserungen in der Eifel.“ Der Erste Kreisbeigeordnete des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Michael Billen, der derzeit die Amtsgeschäfte führt, geht auf die Bauweise der Schiene ein: „Wir haben gesehen, wie schnell die offene Bauweise der Schiene dem vielen Wasser nicht mehr standhalten konnte. Der Bahnschotter ist weggeschwemmt, Dämme sind abgetragen, Brücken unterspült, eingestürzt und in den Fluten weggerissen worden. Wir müssen jetzt unsere Schiene wieder so resilient aufbauen, dass beim nächsten Hochwasser nicht wieder alles vorne anfängt.“ Der SPNV-Nord hat zusammen mit dem Nahverkehr Rheinland (NVR) für das zukünftige Zugangebot und den sich daraus ergebenden Infrastrukturbedarf eine Fahrplanstudie beauftragt. Mit DB Netz ist abgestimmt, dass deren Aufbauplanungen und die Studie verknüpft werden. Die Ergebnisse werden schon im 4. Quartal 2021 erwartet. Quelle: PM SPNV Nord





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